Eigentlich wollten wir in Mecklenbeck unsere Siegesserie fortsetzen; doch ein kompletter Tiefschlaf in den Anfangsminuten machte uns früh einen Strich durch die Rechnung …

Denn bereits nach sieben Minuten lagen wir mit 0:2 hinten. Die zwei gegnerischen Stürmerinnen spielten uns regelrecht schwindelig, blieben auch nach dem schnellen Doppelschlag immer wieder gefährlich, und wir hätten uns nicht beschweren können, sogar noch höher in Rückstand zu geraten. Denn wir kamen überhaupt nicht ins Spiel, wirkten ungeordnet und völlig von der Rolle.

Nach einer guten halben Stunde hatten wir uns einigermaßen gefangen und kamen etwas besser ins Spiel. Doch ein Tor wollte uns zunächst nicht gelingen, denn entweder standen die Latte (Chance von Ann-Kathrin Meyer)oder die gegnerische Torfrau (Chance von Anja Korte) sowie eigenes Unvermögen im Weg. Zum sogenannten “psychologisch wichtigen Zeitpunkt“ dann doch noch der Anschlusstreffer vor der Pause: In der 43. Minute fasste sich Mareike Pöppelmann ein Herz und traf mit einem Distanzschuss zum 1:2. Zuvor hatten wir noch Pech, als Anna Bünemann per Freistoß nur das Lattenkreuz traf.

Im zweiten Durchgang dann ein ausgeglichenes Spiel mit Torchancen „hüben wie drüben“. Es dauerte aber bis zur 70. Minute, ehe uns der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unverdiente Ausgleich gelang: Jill Stille fing einen gegnerischen Angriff ab und passte in den 16er, wo Simone Kluin-Bögel den Ball unter der Torfrau durch über die Linie beförderte.

Danach war das Spiel weiter offen, beide Mannschaften hätten das Spiel gewinnen können, aber letztlich blieb es bei der – über die gesamte Spielzeit gesehenen – verdienten Punkteteilung.

Text: Simone Kluin Bögel