880_008_10546_kla_rottmannTecklenburger Land. Arminia Ibbenbüren ist souveräner Herbstmeister der Fußball-Kreisliga A. Mit sieben Punkten Vorsprung vor dem nächsten Verfolger, dem VfL Ladbergen, gehen die Fußballer aus Schierloh in die bereits am kommenden Sonntag beginnende Rückrunde der höchsten Fußballklasse auf Kreisebene.

Betrachtet man die Vorhersagen vor dem Saisonstart, dann ist diese Konstellation doch ein wenig überraschend. Denn in einer Umfrage kurz vor dem Meisterschaftsauftakt unter den damaligen Trainern der A-Liga hatte eigentlich niemand die Arminen auf der Rechung. Eher schon den VfL Ladbergen, der nach einer tollen Saison 2008/2009 von den Experten eindeutig auf den Favoritenschild gehoben wurde. Zehn von 16 Trainern nannten seinerzeit den VfL als den Topfavoriten. Und dieser Rolle sind die Mannen von Michael Tillmann ja auch fast gerecht geworden – wäre da nicht die Arminia aus Ibbenbüren.

Ohne Niederlage marschierte die DJK-Elf in 15 Partien durch die erste Saisonhälfte. Nur zweimal musste sich die Mannschaft von Trainer Peter Schmidt mit einem Remis zufrieden geben. So wurde die Konkurrenz bisher fast mühelos auf Distanz gehalten.

Sieben Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Ladbergen und gar neun auf den Dritten Falke Saerbeck – das ist schon eine Hausnummer. Mit elf Zählern Rückstand scheint für den Vierten Eintracht Mettingen, der ebenso wie Ladbergen und Saerbeck als Mitfavorit gehandelt worden war, der Kampf um Platz 1 bereits gelaufen zu sein. Ganz abgesehen von den Teams, die die Trainer vor dem Saisonbeginn im August mit auf der Rechnung hatten, wie dem VfL Büren, dem SV Halverde oder dem SV Teuto Riesenbeck. Diese tummeln sich im Mittelfeld (Teuto Riesenbeck) oder gar am Tabellenende (Büren und Halverde).

Zu den positiven Überraschungen der Hinrunde zählt sicherlich Westfalia Westerkappeln. In der vergangenen Saison gerade noch dem Abstieg entronnen, scheint der Trainerwechsel von Rainer Faste zu Jens Hollmann frische Kräfte geweckt zu haben. Auf einmal spielen die Westerkappelner mit Blickkontakt zur Spitzengruppe mit.

Und von den drei Aufsteigern steht Rückkehrer SW Lienen am Besten da. Mit 24 Punkten haben sich die Schwarz-Weißen unter ihrem Trainer Dirk Back richtig gemausert. Der Klassenerhalt war das erklärte Ziel. Stattdessen belegen die Lienener Rang 7. Schwerer tut sich da schon der zweite Wiederaufsteiger. Mit 14 Punkten auf Rang 12 muss der SV Cheruskia Laggenbeck in der Rückrunde noch einmal Gas geben, um den angestrebten Klassenerhalt zu sichern. Dem dritten Aufsteiger, Eintracht Mettingen 2, war ohnehin eine schwere Saison vorhergesagt worden. Das hat sich für die Truppe von Uli Büchter bisher auch bewahrheitet. Dennoch haben die Mettinger mit schon zehn gewonnen Punkten, was dennoch nur zur „Roten Laterne“ reichte, noch alle Möglichkeiten. Der Rückstand beträgt nur zwei bis vier Punkte auf die Konkurrenz.

Die Mettinger Reserve ist mit erst fünf Punkten auf eigenem Platz das heimschwächste Team. Die meisten Punkte zu Hause sammelten bislang der VfL Ladbergen und Westfalia Westerkappeln: In sieben Spielen waren es jeweils 19 Zähler. Noch beeindruckender ist freilich die Heimbilanz von Arminia Ibbenbüren: Sechs Spiele gab es in der Hinserie in Schierloh, dabei fuhr die Mannschaft von Peter Schmidt sechs Siege ein.

Auch auswärts ist die Arminia bislang eine Klasse für sich. Mit null Niederlagen und 23 Punkten aus neun Spielen ist die DJK das mit Abstand auswärtsstärkste Team vor Falke Saerbeck und dem VfL Eintracht Mettingen, der auswärts ebenfalls noch ohne Niederlage ist. Auswärtsschwächste Mannschaft ist der SV Halverde, der aus sieben Spielen in der Fremde erst einen Zähler mit nach Hause brachte.

VON STEFAN DAVITER, IBBENBÜREN

Quelle: WN vom 11.11.09