Lottes Michael Rintelen (links) wird hier erfolgreich vom Ladberger Duo Tim Lutterbei (Mitte) und Hans-Georg Averhaus (rechts) gestoppt. Am Ende ging das Spitzenspiel 1:1-Unentschieden aus. (Foto: Uwe Wolter)

Lottes Michael Rintelen (links) wird hier erfolgreich vom Ladberger Duo Tim Lutterbei (Mitte) und Hans-Georg Averhaus (rechts) gestoppt. Am Ende ging das Spitzenspiel 1:1-Unentschieden aus. (Foto: Uwe Wolter)

-tm- Tecklenburger Land. Der SC Falke Saerbeck ist neuer Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga A. Die Wiethölter-Elf siegte gestern Nachmittag beim TuS Recke mit 4:1 und profitierte vom Remis im Spitzenspiel zwischen den Sportfreunden Lotte 2 und dem VfL Ladbergen. Im Tabellenkeller landete Westfalia Westerkappeln einen ganz wichtigen 2:0-Erfolg beim SV Dickenberg, Grün-Weiß Steinbeck bleibt nach dem 2:3 gegen Mettingen Schlusslicht.

BSV Brochterbeck -SV Halverde 0:0

 

Trotz 33 Minuten mit doppelter Überzahl verpasste es der Aufsteiger aus Brochterbeck gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste einen Dreier einzufahren. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte wurde es nach dem Seitenwechsel hektisch. Zunächst sah Halverdes Bernhard Robbe in der 52. Minute die Gelb-Rote Karte, fünf Minuten darauf kassierte Maik Kock wegen Schiedsrichterbeleidigung Rot. „Wir haben danach immer das Falsche gemacht und uns viel zu dumm angestellt“, haderte BSV-Spielertrainer Vladan Dindic. In der Schlussphase hätten die Gäste bei zwei klaren Möglichkeiten sogar gewinnen können.

Tore: Fehlanzeige.

TuS Recke -Falke Saerbeck 1:4 (0:0)

„Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wieder“, war TuS-Trainer Jens Bovenschulte nach dem Schlusspfiff enttäuscht. Zur Pause hätten seine Schützlinge 2:0 führen müssen, doch Henning Wiemeler scheiterte zweimal völlig freistehend. Ein Doppelschlag von Fabian Erber brachte die Gäste in Durchgang Zwei auf die Siegerstraße. „Da haben wir die Köpfe hängen lassen und unsere obligatorische Auszeit genommen“, haderte Bovenschulte. Zwar verkürzte Andy Rählmann noch einmal auf 1:2, Jan Berkemeier schraubte das Ergebnis in der Schlussphase dann aber auf 4:1 aus Sicht des neuen Tabellenführers.

Tore: 0:1, 0:2 Erber (55., 62.), 1:2 Rählmann (72.), 1:3, 1:4 Berkemeier (75., 88.).

SC Hörstel -Teuto Riesenbeck 1:1 (0:1)

Der Gast erwischte im Derby einen Start nach Maß, Henning Varelmann traf nach einem perfekt vorgetragenen Konter zum 1:0 (6.). Andre Beier und Thorsten Pelster verpassten danach die Chance auf 2:0 zu erhöhen, Hörstel blieb im Spiel. Mit einem herrlichen Heber glich Kai Rosetti in der 58. Minute aus. Fortan lieferten sich beide Teams einen packenden, aber immer fairen Fight, indem die klaren Möglichkeiten ausblieben. „Das Ergebnis geht in Ordnung, mich ärgert aber das wir das 2:0 nicht gemacht haben“, resümierte Riesenbecks Trainer Christoph Büscher.

Tore: 0:1 Varelmann (6.), 1:1 K. Rosetti (58.).

VfL Büren -Arminia Ibbenbüren 0:2 (0:0)

Die Arminen setzten die Vorgaben ihres Trainers Peter Schmidt hervorragend um und agierten in den ersten 45 Minuten sehr diszipliniert. Zweimal Waldemar Magel sowie Tim Heicks ließen jedoch ganz klare Gelegenheiten aus. In der 35. Minute hätte Büren den Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt, doch DJK-Keeper Georg Rohlmann parierte einen Foulelfmeter. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff gelang den Gästen dann das erlösende 1:0. Nach toller Vorarbeit von Sebastian Ullrich netzte Gregor Härle ein. Als die Ibbenbürener Mitte des zweiten Durchgangs durch ein Bürener Eigentor auf 2:0 erhöhten war die Partie entschieden.

Tore: 0:1 Härle (47.), 0:2 Eigentor (66.).

Grün-Weiß Steinbeck -Eintracht Mettingen 2:3 (0:0)

Die Eintracht feierte einen hochverdienten, am Ende aber sehr glücklichen Erfolg. Der 3:2-Siegtreffer durch Maik Gillhaus fiel in der Nachspielzeit durch einen höchst umstrittenen Foulelfmeter. „Unberechtigter geht es gar nicht“, so Steinbecks Trainer Dieter Niemann. „Äußerst zweifelhaft“, kommentierte Mettingens Coach Ralf Scholz die Szene. Dieter Niemann war höchst unzufrieden mit dem Referee. Zuvor hatten die Steinbecker zweimal einen Rückstand wett gemacht und dabei eine tolle Moral bewiesen. Die Gästen waren von der Spielanlage und den Chancen her zwar eindeutig überlegen, verpassten es aber bei zahlreichen Möglichkeiten frühzeitig für eine Entscheidung zu sorgen. Unter anderem traf die Scholz-Elf zweimal die Latte.

Tore: 0:1 Suthe (50.), 1:1 Rieskamp (57.), 1:2 Köhler (70.), 2:2 Wiemeler (80.), 2:3 Gillhaus (90.+1, Foulelfmeter).

SV Dickenberg -W. Westerkappeln 0:2 (0:2)

Durch einen Doppelschlag von Patrick Buxhovi und Andre Barlag schossen sich die Gäste früh auf die Siegerstraße. „Da war das Ding praktisch schon verloren“, so Dickenbergs Trainer Frank Achtermann angesichts der Harmlosigkeit seiner Mannen. Einzig Carsten Wolff hatte noch eine sehr gute Möglichkeit, vor allem im zweiten Durchgang kam von den Hausherren aber nichts mehr.

Tore: 0:1 Buxhovi (15.), 0:2 Barlag (18.).

Sportfreunde Lotte 2 -VfL Ladbergern 1:1 (0:1)

Trotz fünffacher Regionalliga Unterstützung (Sebastian Lodter, Ugur Birdir, Volkan Kiral, Michael Rintelen und Tom Schneider) kamen die Sportfreunde gegen starke Ladberger nicht über ein 1:1 hinaus. „Wir haben uns sehr gut verkauft und hätten aufgrund der größeren Chancen sogar den Sieg verdient gehabt“, lobte Gästetrainer Michael Tillmann den Auftritt seiner Elf. Auch SF-Coach Jörg Möllmeier sah starke Gäste. „Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein, am Ende hat Ladbergen einige gefährliche Konter gefahren.“ Vor allem im ersten Durchgang hätte seine Elf allerdings trotz des Rückstandes durch Peter Obarzanek (12.) für klare Verhältnisse sorgen können. „Da haben wir einige Chancen ausgelassen“, so Möllmeier. Ugur Birdir war es schließlich, der per Kopf den 1:1-Endstand herstellte.

Tore: 0:1 Obarzanek (12.), 1:1 Birdir (48.).

Brukteria Dreierwalde -Stella Bevergern 2:4 (1:2)

Den Unterschied im Ortsderby machten gestern Nachmittag die Torhüter. Während Stella-Keeper nach Ansicht von Dreierwaldes Fußballobmann Manfred Brink „mit Abstand bester Bevergerner war“, erwischte Brukteria-Schlussmann Daniel Plagemann “einen rabenschwarzen Tag“. Bei drei Gegentreffern sah er ganz schlecht aus, ermöglichte so den Gästen einen nicht unbedingt erwarteten Auswärtsdreier. „Spielerisch waren wir die bessere Mannschaft, in der zweiten Hälfte war es ein Spiel auf ein Tor“, so Brink. Zum passenden Zeitpunkt machte Bevergern jedoch die Tore und feierte am Ende einen umjubelten 4.2-Erfolg.

Tore: 0:1 Meiners (12.), 1:1 Wieschemeyer (38.), 1:2 Reeker (45.), 1:3 St. Schmidt (76.), 2:3 Schräder (80.), 2:4 Reinert (89.).

Quelle: WN vom 02.11.08